2-3 in Apfelstädt – TSV wacht zu spät auf

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Was für eine irre Schlussphase. Nach einem 0-3 Rückstand beim Tabellenführer Eintracht Apfelstädt kämpfte sich der TSV eindrucksvoll zurück, blieb aber auch im dritten Spiel in Folge ohne Punktgewinn.

Trainer Frank Heinemann ließ aufgrund von mangelndem Personal ab von der bisher praktizierten Viererkette und reihte sich mit einem 3-2-4-1 in eine sehr tiefe und altbekannte Grundordnung ein. Spielerisch war man den Hausherren klar unterlegen und so rührte unsere Hintermannschaft kräftig Beton an. Währenddessen versuchte der Tabellenführer unsere Reihen mit weiten Seitenwechseln zu überspielen, doch die große Kreativität fehlte bis dato. Für erste Torgefahr sorgte erstmals Springer per Fernschuss, scheiterte jedoch an Wehr’s Fingerspitzen. Daraufhin erhöhte die Eintracht das Tempo und ging nach Doppelpass Springer – Leischner mit 0-1 in Führung. Der Beton bröckelte, und so musste Wehr nach Direktabnahme Hornig, erneut schlimmeres verhindern. Kurz vor der Pause sollten die Gastgeber aber doch noch auf 0.2 erhöhen. Nach langem Ball aus dem Halbfeld landet das Leder über Schneider beim völlig frei stehenden Springer, der nur noch einschieben brauchte. Die Pausenführung der Gäste verdient, für uns in ihrer Entstehung allerdings sehr unglücklich.

Nach dem Seitenwechsel sollte sich zunächst kein anderes Bild abzeichnen. Der TSV bemühte sich keinen weiteren Gegentreffer zu kassieren und kleinere Nadelstiche zu setzen. Während die Eintracht weiterhin das Spiel kontrollierte und nun sogar auf 3 Stürmer umstellte. Das angestrebte Schützenfest sollte  jedoch nicht stattfinden. Unsere Defensive stabilisierte sich wieder, weswegen die Gäste vermehrt über Distanzschüsse versuchten zum Torerfolg zu gelangen. Doch als Schulze nach toller Vorarbeit Leischners in Szene gesetzt wird, kann dieser nahezu unbedrängt zum 0-3 einschieben. Damit schien das Spiel endgültig entschieden, doch nach abgefälschtem Freistoß Andre Franks verkürzte dieser auf 1-3. Der Anschlusstreffer weckte nochmal Hoffnungen, erst recht, als der Ball über Umwege erneut bei A.Frank landete und dieser auf 2-3 verkürzte. Ein sicher geglaubter Sieg fing innerhalb zwei Minuten an zu wackeln. Spätestens jetzt waren alle wachgerüttelt, schließlich sollte noch eine knappe Viertelstunde verbleiben, um mindestens noch einen Punkt aus Apfelstädt zu entführen. Maßgabe: Immer weiter, immer weiter!
Der Eintracht gelang es nun nicht mehr ihre Spielzüge vernünftig zu Ende zu spielen und so hätte Starke nach tollem Konter für ein fahnersches „Happy End“ sorgen können, doch scheiterte dieser unglücklich am Pfosten. So blieb es beim verdienten, aber zugleich auch glücklichen Sieg der Hausherren, die damit ihren Vorsprung auf Wacker Gotha II halten konnten.