Spielbericht TSV Großfahner – FSV Waltershausen II

Spielbericht TSV - Waltershausen

Aufstellung: Wehr, Pennewiss, Sonnenberg, Heining, Hankel, John (64), K.Ihring,  Weber, Fleischmann, S.Ihring, Starke, Frank,

Reservebank: Dittmar, Bauer, Tuchtenhagen, Schneider, Heinemann, Elmrich, John

Tore: –

Besondere Vorkommnisse: Gelb-Rot K.Ihring

Der TSV Großfahner hat seinen Vorsprung auf Waltershausen II verteidigt und bleibt engster Konkurrent der Spitze. Im Topspiel gegen den Viertplatzierten kam man allerdings nicht über ein 0-0 hinaus und gibt seit langer Zeit mal wieder Punkte ab. Mit 9 Siegen in Serie ging unser TSV in die Partie, die Gäste hingegen verloren 2 Tage zuvor beim abstiegsgefährdeten Westring Gotha mit 2-3 und ließen wichtige Zähler liegen. Mit einer weiteren Niederlage hätte man sich wohl komplett vom Aufstiegsrennen verabschieden müssen.

Dementsprechend nervös begannen beide Mannschaften das Spiel, wobei vor allem unsere Mannschaft damit zu kämpfen hatte die eigenen Nerven in den Griff zu bekommen. Vom Selbstvertrauen welches die Jungs zuletzt ausgestrahlt haben,war zunächst wenig zu sehen. Vielen Spielern ist der auf ihnen lastende Druck deutlich anzusehen, es verspringen Bälle, hohe Bälle werden unterlaufen und das Zweikampfverhalten ist insgesamt viel zu zurückhaltend. Der Gegner machte dies mit zunehmenden Spielverlauf deutlich besser, findet schneller ins Spiel, gestaltet den eigenen Spielaufbau und baut nach vorne Druck auf.
Nach einem Ballverlust auf Höhe der Mittellinie spielen sich die Gäste über den linken Flügel frei, die darauf folgende Flanke veredelt der torgefährlichste Angreifer der Liga Francis Holzhäuser per Direktabnahme, Schiedsrichter Stübner erkennt allerdings folgerichtig die vorhergegangene Abseitsposition. Dennoch wusste man spätestens jetzt, welches Potential die Gäste aufzubieten haben, wenn man sie nur erst einmal spielen lässt..
Unsere Mannschaft tat sich derweil weiter schwer ihr Kurzpassspiel einzubinden und versuchte es überwiegend über die langen Bälle zum Erfolg zu kommen. So konnte Andre Frank nur per „Zupfer“ daran gehindert werden allein auf das Tor zuzugehen, nur wenige Minuten später die exakte Situation erneut. Die Gäste rücken zu weit auf und der lange Ball in die Schnittstelle der Verteidigung ist nicht mehr zu klären. Andre umläuft beide Gegenspieler und ist erneut nur mit einem taktischen Foulspiel zu bremsen. Ich behaupte mal, wenn die erste Aktion entsprechend gehandhabt würde, wie man nun mal taktische Fouls ahndet, traut sich der Verteidiger dieses zweite halten nicht und die Szene wird für die Gäste brenzlig.
Der TSV weiterhin zu passiv, überlässt Waltershausen die Initiative, die aber damit nichts produktives anzufangen wissen. Die Abwehr um Pennewiss, Sonnenberg und Heining nun wesentlich stabiler, als zu Beginn der Partie.
Offensiv wurde der TSV aber nur einmal im Ansatz gefährlich, Fleischmann fasst sich ein Herz und marschiert der rechten Außenlinie entlang, schlägt den Ball in den gegnerischen Sechzehner, Hankel steht zentral völlig frei, bekommt aber nicht genügend Druck hinter das Leder.

Mit mageren Höhepunkten auf beiden Seiten bekommen die Zuschauer im heutigen Spitzenspiel zunächst nicht viel zu sehen. Auf Seiten des TSV wirkte das Spiel verkrampft und mutlos.
In der Kabine musste Trainer Heinemann deutliche Worte finden, denn trotz des 0-0 war allen klar, mit dieser Leistung würde man den Platz heute nicht als Sieger verlassen. Die Erwartungen an die eigenen Spielkünste sind aufgrund der letzten Wochen natürlich sehr hoch gewesen und der heutige Gegner ist natürlich auch von anderem Kaliber, aber dennoch sehen Trainer und Zuschauer realistisch betrachtet bisher eine fahnersche Elf auf dem Platz, die wenig mit der Mannschaft der letzten Wochen gemein hat.

In der zweiten Halbzeit setzen unsere Jungs dann jedoch direkt alles daran, den Zuschauern ihre Sahneseite zu präsentieren. Mit einer ausgewechselten Körpersprache wird dem Gegner das Leben nun sehr viel schwerer gemacht. Bereits in den ersten Minuten ist diese neue Einstellung von Erfolg geprägt, nach Doppelpass ist es erneut Fleischmann der über die rechte Außenbahn durchbricht und zur Flanke kommt. Im Abschluss gerät Frank allerdings in Rücklage und kann den Ball nur bedingt kontrollieren.
Der Gegner agierte nun häufiger mit langen Bällen, doch die Verteidigung macht damit kurzen Prozess und steht wie gewohnt felsenfest. Auch wenn die Gäste weiterhin sehr bemüht sind, wirkten sie zu diesem Zeitpunkt teils ratlos. Vor allem die vielen Freistöße wurden zu lang oder zu kurz geschlagen, lediglich ein einziges mal wurde es brandgefährlich, als Holzhäuser einen langen Ball noch irgendwie mit dem „schlappen“ erwischt und gegen Wehrs Laufrichtung verlängerte. Dieser kann die Flugbahn des Balles nicht mehr ganz verhindern, Heining wirft sich hinterher und kratzt den Ball von der Linie weg.
Die Gäste warfen nun nochmal alles in die Waagschale und erhöhten den Druck. In der 70. Spielminute lässt man die Gegner unbedrängt schalten und walten, so dass sich K. Ihring nur mit einem Foulspiel zu helfen weiß und Gelb-Rot sieht.
Was tat der TSV nun in Unterzahl? Dieser hatte nun vollkommen ins Spiel gefunden und eine „jetzt erst recht“ Stimmung machte sich breit. Auch die Atmosphäre neben dem Platz war nun wesentlich hitziger. S. Ihring, bei dem sich einiges angestaut hatte, explodierte regelrecht in einem Dribbling und legte auf dem Weg zum Tor den Ball an 3 Mann vorbei, den Abschluss jedoch hält der FSV-Schlussmann überragend und seine Mannschaft somit weiterhin im Spiel.
In der 80. Spielminute wurde die Anzahl der Spieler wieder ausgeglichen. Nach rüdem Foulspiel und auch in der Masse vertretbar, sah auch ein Waltershäuser die Gelb-Rote Karte.
Die letzte Chance zur Führung sollte nochmal der TSV erhalten, nach Eckball verfehlt Starkes Kopfball nur wenige Zentimeter den Pfosten und dieses mal wäre wohl auch der Gästekeeper geschlagen gewesen. So aber blieb es beim vom Spielverlauf her gerechten 0-0 unentschieden.

Fazit: Puh eine nervenaufreibende Schlussphase, die dieses mal leider nicht vom Erfolg gekrönt wurde. Anhand der 2.Hälfte wäre sicherlich mehr drinnen gewesen als der Punkt, doch unterm Strich reichen gute 45 Minuten nicht immer aus, um als Sieger hervorzugehen.
Doch halten wir das Positive fest, auch wenn der Gegner das Spiel vor allem in den ersten 45 Minuten bestimmte, konnte er sich über die gesamte Spieldauer wenig bis keine gelungenen Torchancen erarbeiten. Wieder mal ein Indiz für unsere starke Defensive, die erneut gegen die torreichste Offensive der Liga die 0 hält. Wir haben immer noch einen super Lauf, seit nun 10 Spielen ungeschlagen, auf dem Rückrundenkonto stehen 16 von möglichen 18 Punkten, zum 3. mal in Folge ohne Gegentreffer !!! Wenn wir es nun noch schaffen diese Statistik in unsere Körpersprache einzubinden und uns über eigene Grenzen zu erheben, kann diese Saison nur ein einziges Ende nehmen.

 

Eine Unterhaltung beginnen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.