Spiel in Unterzahl gedreht

20. März 2017 at 0:21

20160924_145537Der TSV bleibt auch nach dem 3. Spiel des Jahres ohne Punktverlust. Nach einem 0-2 Pausenrückstand und einer wahren Energieleistung im zweiten Durchgang, dreht die Heinemann-Elf das Spiel auf den Kopf.

Nach den guten Vorstellungen der vergangenen Wochen kam es am 17. Spieltag zum Duell mit dem Luisenthaler SV. Von Beginn an stand unsere Mannschaft sehr tief, so dass sich die Gäste ein optisches Übergewicht erspielen konnten. Im Zunehmenden Spielverlauf erhöhte der LSV sein Tempo, brachte mehr Schwung in die eigenen Aktionen und erspielte sich nun zunehmend aussichtsreiche Chancen. Zählbares sollte aber erst nach einer halben Stunde herausspringen. Nach einer schönen Kombination kommt der völlig frei stehende S. Seeber frei vor Torhüter Wehr zum Abschluss und lässt diesem keine Abwehrchance (35.). Der Rückstand hinterließ seine Spuren, Verunsicherungen und ungenaue Zuspiele im Spielaufbau waren die Folge. Vor große Probleme stellten unsere Hintermannschaft die vielen langen Bälle, da unser Mittelfeld zu diesem Zeitpunkt absolut keinen Zugriff fand. Zu allem Überfluss brachte Heining den gestarteten Nitzold auf der Straufraumlinie zu Fall. Der fällige Freistoß von Büchner wird unglücklich abgefälscht und erneut ist unser Schlussmann ohne Abwehrchance (45.).

Nach dem Seitenwechsel stellte Trainer Heinemann taktisch um, löste seine Doppelsechs auf und brachte neben A. Frank eine zweite Spitze. Personell kam Beck für Heining, der jedoch für Starke auf die rechte Bahn rückte. Auch wenn die Gäste zunächst das Spielgeschehen weiter dominierten, sollten diese Veränderungen zunehmend Früchte tragen. Der TSV nun wesentlich präsenter in den Zweikämpfen, setzte den Gegner frühzeitig unter Druck. Die ersten Offensivakzente unserer Mannschaft brachte jedoch auch gute Kontermöglichkeiten für den LSV. So stand Seeber eigentlich bereits völlig frei vor Wehr, entschloss sich aber für den ungenauen Querpass auf den Nebenmann, statt selbst abzuschließen. Über das 0-3 hätte sich zu diesem Zeitpunkt niemand beschweren können, doch waren die Gäste, wie bereits im Hinspiel, fahrlässig mit ihren Möglichkeiten. Und so sollte es ganz anders als erwartet kommen. Aus dem Nichts der Anschlusstreffer für den TSV. A.Frank hämmert einen Freistoß aus 30 Metern flach ins untere rechte Eck und stellt so den Anschluss wieder her (59.). Mit Aufwind im Rücken sollte unsere Mannschaft nun gar Platz zum Kombinieren bekommen. So steckte Müller per Steilpass auf den gestarteten Beck durch, welcher nach einer Berührung jedoch zu Fall kam und dafür gar noch die gelbe Karte kassierte. Eine Karte welche nur 7 Minuten später weitreichende Folgen mit sich bringen sollte. Erneut wird Beck in einem Zweikampf an der Grenze des erlaubten angegangen. Dieser zeigte sich dieses mal aber alles andere als Verständnisvoll und zeigte offenkundig seinen Unmut über die Entscheidung des Unparteiischen, welcher den vorgewarnten Beck frühzeitig mit gelb-rot zum Duschen schickte.

Es sah alles andere als gut aus für den TSV, der jedoch ab diesem Zeitpunkt kurioserweise das Ruder übernahm und das Geschehen eindeutig dominierte. „Ab diesem Zeitpunkt haben wir alles in die Waagschale geworfen und im Endeffekt deshalb auch das Spiel verdient gewonnen“, erklärte Deiseroth das Geschehen nach dem Spiel. Dafür war jedoch noch viel Arbeit nötig und so ebnete erneut der flinke A. Frank den Weg zum Tor. Die gegnerische Abwehr steigt gegen Andre unnötig hart in einen Zweikampf und lässt Schiedsrichter Fliedner dieses mal keine andere Möglichkeit als auf den Punkt zu zeigen. Der Torjäger bleibt eiskalt und schiebt am Keeper vorbei. Doppelschlag!!! In der Folge versuchen sich die Gäste zu sammeln und für Entlastung zu sorgen. Unsere Mannschaft präsentierte sich im Defensivverhalten aber weiter hellwach und ließ kaum etwas zu. Es gab Zeiten, da hätte man sich nach so einem Spiel mit einem Punktgewinn zufrieden gegeben, so aber nicht heute. Nach einem ungenauen Ball riskiert Pennewiss Kopf und Kragen, kann sich jedoch im Zweikampf durchsetzen und schickt A.Frank rechts wunderbar steil. Der Torjäger steuert halbrechts allein auf das gegnerische Tor zu und überwindet den Torhüter mit einem strafen Schuss ins kurze Eck (89.).

FAZIT: Ein starkes Finish unserer Mannschaft, die dank dieser enormen Leistungssteigerung im zweiten Durchgang ihre Siegesserie weiter fortsetzt und einen weiteren großen Schritt Richtung Klassenerhalt macht. Lange übten die Gäste ihre Dominanz aus, verpassten es aber den Sack zu zumachen und gingen fahrlässig mit ihren Möglichkeiten um. Mit dem Anschlusstreffer und der gelb-roten Karte erhöhte der TSV das Risiko und stellte die gegnerische Abwehr immer wieder vor Probleme. Zieht man alle Faktoren der 90 Minuten zusammen, so ist der Sieg nicht unverdient!

AUFSTELLUNG: Wehr, Pennewiss, Schneider, Heining (Beck 45.), Ernst, Weber, Deiseroth, Sonnenberg, Müller, Starke (Henniger 65.) , A.Frank (S.Ihring 90.)

TSV bezwingt Wechmar

12. März 2017 at 22:20

wechmar2 Unsere Mannschaft hat sich nach einem Krimi in den Schlussminuten zu einem 2-1 Heimspielerfolg gezittert und somit den Anschluss an das obere Tabellenviertel hergestellt. A.Frank mit der Pausenführung, Müller’s Maßarbeit beschert den Sieg.

Trainer Heinemann veränderte seine Mannschaft gegenüber der Vorwoche lediglich auf einer Position. Für „The Wall“ Christian „Lumpi“ Ernst rückte Peter Sonnenberg in die Startelf, während Rückkehrer Sven Ihring neben Basti Tuchtenhagen und Hannes Frank platz nahm.
Mit viel Schwung starteten beide Teams in die Begegnung, vor allem aber unsere Jungs zeigten von Beginn an ein munteres Spiel und setzten direkt erste Offensivakzente. Zunächst ist es eine schöne Freistoßkombination zwischen M.Wehr und A.Frank, der Doppeltorschütze des vergangenen Wochenende legt kurz ab und setzt Andre in Szene. Sein Schuss aus 15 Metern jedoch eindrucksvoll vom Gäste-Keeper pariert. Nur wenige Minuten später eine schöne Dreierkombination Pennewiss, M.Wehr und A.Frank. Doch diesmal verzieht unser Topstürmer.

Für ihr mutiges Auftreten sollten die Jungs belohnt werden. Eine Bogenlampe köpft Schneider in die gegnerische Hälfte, der Ball wird unglücklich von Lugauer in den Lauf von A.Frank verlängert, welcher im ersten Versuch erneut am starken Keeper scheitert, jedoch im Nachschuss locker einschieben kann (25.). Auch nach der Führung zeigte sich unsere Elf zweikampfstark , doch wurden die Gäste nun wesentlich aktiver. Auch dank einer unglücklichen Umstellung, welche Heinemann vornehmen musste. So verletzte sich M. Wehr ohne gegnerische Einwirkung und musste mit Verdacht auf Innenbandriss das Feld verlassen. Für ihn kam Basti Tuchtenhagen in die Begegnung. Vor der Pause wurde die Eintracht vor allem über Gierok und Groß gefährlicher, doch die stabile und aggressiv verteidigende TSV- Defensive hielten der Einzelaktionen stand.

wechmar-1Die zweite Hälfte begann wie die ersten 45 Minuten aufhörten. Beide Mannschaften zog es zum jeweils gegnerischen Tor. Groß und Co. ließen aber weiterhin ihre guten Gelegenheiten liegen. Nach einer Nachlässigkeit kommt ein Eintrachtler völlig frei vors TSV-Gehäuse, scheitert jedoch an Wehrs Reflex. Wenige Minuten später ist es erneut seine Faust, samt Latte, welche den Ausgleich verhinderten. Dann machte es Müller auf der Gegenseite erfolgreicher und erhöhte per sehenswertem „Schlenzer“ auf 2-0 (81.).
Trotz des Gegentreffers und trotz der vielen vergebenen Chancen steckten die Gäste nicht auf und warfen in der Schlussviertelstunde nochmal alles nach vorn. Nach Zweikampf Fleischmann – Groß setze sich der Eintrachtler durch und bedient zentral den inzwischen eingewechselten Hastholz. Seine Direktabnahme landet trocken unter der Querlatte und sollte die Eintracht doch nochmal Hoffen lassen. Der Anschluss ermutigte die Gäste und so blieb das Spiel bis zur letzten Minute offen und intensiv. Mit einer disziplinierten Defensivleistung, dem nötigen Quäntchen Glück und einer Glanztat in letzter Minute, gaben unsere Jungs den Heimsieg nicht mehr aus der Hand.

Mit dem verdienten Heimsieg und und nunmehr 20 Punkten auf dem Konto schiebt sich der TSV in der Kreisligatabelle von Rang 12 auf Rang 8 vor und hat lediglich nur 2 Zähler Rückstand auf Position 4. Weiter geht es mit dem Heimspiel gegen den Luisenthaler SV am kommenden Sonntag um 14 Uhr.

Optimaler Auftakt – Wehr-Doppelpack bringt Heimsieg über Siebleben II

5. März 2017 at 22:40

SpieltagEndlich wieder 3 Punkte im eigenen Wohnzimmer. Mit seinem Doppelpack ebnete Stürmer Marcel Wehr die Weichen für den 3-1 Heimerfolg über die SpVgg. Siebleben II. Heinemann bringt die Doppelsechs zurück und erteilt Christian „Lumpi“ Ernst Sonderauftrag.

Gegen die SpVgg. entscheidet sich Heinemann zunächst für die defensivere Variante und stellte wie schon früher auf die beliebte Doppelsechs um. So durfte Deiseroth neben Kapitän Weber wieder im defensiven Mittelfeld beginnen.
Dabei präsentierte sich der TSV erstaunlich offensiv, verlagerte das Geschehen sofort in die gegnerische Hälfte und erspielte sich in der Anfangsphase gute Möglichkeiten. Zunächst hat Fleischmann rechts außen viel Platz, wird angespielt und will M.Wehr zentral bedienen. Der Abschluss jedoch zu schwach um für ernsthafte Torgefahr zu sorgen. Anschließend ist es Martin Müller, der auf links bis zur Grundlinie durch dringt, flach auf M.Wehr ablegt. Der ehemalige Borntaler hat jedoch sofort 2 Bewacher im Rücken und wird abgedrängt.

Die Gäste derweil beschäftigt dem Offensivdrang stand zu halten und nur über eigene Standards gefährlich. Nach etwas mehr als einer halben Stunde sollte sich die mutige Darbietung unseres Teams endlich auszahlen. Erneut bricht Fleischmann über rechts Außen durch, bedient den völlig frei stehenden Müller, welcher den Ball gekonnt im Tor unter bringt (34.). Nach dem Rückstand versuchten die Gäste etwas offensiver zu agieren und öffneten somit Räume für schnelle Konter. Nach Balleroberung im eigenen 16ner schaltet Schneider schnell um und bedient Frank mit einem langen Ball in die Spitze. Dieser lässt mehrere Gegenspieler hinter sich und donnert das Leder flach ins linke Eck. Der Gästekeeper macht sich jedoch reaktionsschnell lang und pariert.

Kurz vor Pausenpfiff stand erneut Gästekeeper Pfeifer im Mittelpunkt. Nach Foulspiel Müller nutzte der Schlussmann die Aktion für Verbalattacken und Handgreiflichkeiten, die fällige rote Karte blieb jedoch aus.
Nach dem Seitenwechsel die erste brenzlige Situation für unsere Hintermannschaft. Über Umwege landet der Ball beim völlig frei stehenden Gegner, der jedoch deutlich verzieht. Pennewiss hatte seine Hintermänner bis dato gut eingestellt und eine echte Wand installiert. Zum psychologisch wichtigen Zeitpunkt, kurz nach dem Schreck, dann die One-Man-Show. Der 29-jährige M.Wehr lässt mehrere Abwehrspieler stehen und zieht hart aus 15 Metern ab und erhöht auf 2-0. Die SpVgg. zeigte sich unbeeindruckt. Zunächst wurde es nach einer Ecke eng, anschließend sieht unsere gesamte Hintermannschaft nach Freistoß alles andere als gut aus. Nach einem langen Ball kommt der bisher abgemeldete Trenks völlig frei zum Kopfball und auch unsere herausspringende Nummer 1 kommt zu spät.

Durchatmen…gesagt, getan und so sollte die „One-Man-Show“ ihre Fortsetzung finden. Einen Freistoß aus dem Halbfeld legt sich M.Wehr zurecht, wird jedoch vom anrückenden Pennewiss weggeschickt. Dieser zirkelt den Ball scharf auf den langen Pfosten und findet den durchgestarteten M.Wehr, der per Lupfer auf 3-1 erhöht und Gästekeeper Pfeifer erneut überrumpelt (71.).
In den letzten 20 Minuten lauerte der TSV auf Konter, die vielen langen Bälle waren für Frank und Co jedoch selten zu erreichen. Für Aufregung sorgte in der Schlussviertelstunde Schiedsrichter Keller, welcher zunächst gleich 2 Handspiele übersah und dann auch noch nach Foulspiel auf den Elfmeterpunkt zeigt. Der gefoulte Trenks (bisher 20 Ligatore) nahm sich den Ball, scheiterte jedoch an Keeper Wehr und sich selbst, hatte er sich dochüber die gesamte Spielzeit an Christian „Lumpi“ Ernst die Zähne ausgebissen.

Damit war der Gegner auch mental besiegt. In den Schlussminuten brachte Trainer Heinemann Starke und Sonnenberg, die helfen sollten hinten dicht zu machen. Oft wurden wir nun tief in der eigenen Hälfte gebunden, dieses Mittel sollte aber nicht mehr von Erfolgserlebnissen geprägt werden. Ein Sieg der nicht nur dem Punktekonto, sondern auch der Moral gut tun wird!

Aufstellung: T.Wehr – Pennewiss – Schneider – Heining – Ernst – Müller – Weber – Deiseroth – Fleischmann (Sonenberg 70.) – M.Wehr (Starke 85.) – A.Frank

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Niederlage zum Jahresabschluss

11. Dezember 2016 at 22:33

img-20161211-wa0000Wiedergutmachung fehlgeschlagen„…oder aber „Wenn Schiedsrichter Geschenke verteilen„! Viele verschiedene Überschriften währen nach diesem Spiel wohl zutreffend gewesen, das Ergebnis bleibt aber dasselbe. Unsere Mannschaft unterliegt mit 1-2 in Ballstädt. Am Ende war es eine folgerichtige und doch völlig unberechtigte Niederlage. Die Heinemann-Elf tritt somit weiter auf der Stelle und überwintert mit 14 Zählern auf Rang 12.

Im letzten Meisterschaftsspiel beim SV Blau Weiß Ballstädt zeigten unsere Jungs eine tolle erste Viertelstunde mit hoher Einsatzbereitschaft und Zielstrebigkeit. Über schöne Spielzüge konnten so von Beginn an erfolgversprechende Torchancen erspielt werden, welche jedoch zunächst ungenutzt bleiben sollten. Die Hausherren taten sich derweil schwer ins Spiel zu finden und agierten vor allem mit langen Bällen in unseren 16ner.

Nach 15 Minuten war es dann so weit. Müller mit tollem Solo und Auge für den gut positionierten A.Frank, welcher nicht lange fackelte und das Leder trocken einschob. Mit dem Führungstreffer verschwand jedoch die klare Dominanz und die Gastgeber sollten besser ins Spiel finden. Auch die vorhandenen Bedingungen sollten den „Blau Weißen“ zunehmend in die Karten spielen. Der Ball wurde auf dem nassen und schmierigen Boden schnell, was jede Ballannahme zur Herausforderung machte und über Schwierigkeiten in der Koordination zu vielen unnötigen Foulspielen auf beiden Seiten führte.

Gegenüber der ersten Hälfte begannen die Gastgeber nun sehr viel aggressiver und Zielstrebiger. So entwickelte sich trotz des schwierigen Geläufs ein temporeiches Kreisligaspiel. Vor allem unsere linke Seite machte uns zu schaffen, welche es nicht zu schließen gelang. Die Konsequenz ließ nicht lang auf sich warten, und so nickte Thiel (51.) den Ball nach scharfer Flanke ins Gehäuse. Der Ausgleich sorgte für noch mehr Feuer und Härte im Spiel, als auch von der Seitenlinie. Nur wenige Minuten nach dem Ausgleich Glück für unsere Mannschaft, als Pennewiss einen Schuss in höchster Not blocken kann.

Offensiv war vom TSV inzwischen lange nichts mehr zu sehen. Erst in der 60. Spielminute wieder, als Sonneberg nach Zuspiel Müller nur knapp das Tor verfehlte. Schiedsrichter Graf, der in der ersten Hälfte noch souverän unterwegs war, schien in der Hitze des Gefechts zunehmend das Spiel zu entgleiten. Nach Fehlpass „Lumpis“ bringt dieser sich selbst in höchste Not und kann die Situation 18 Meter vor dem Tor nur per Foulspiel klären. Während die Gastgeber eine vermeintliche Notbremse sahen, blieb es jedoch richtigerweise bei der gelben Karte. Praktisch im Gegenzug der nächste Aufreger. M. Wehr schickt A.Frank steil, der den Ball nicht ganz erreichte und vom Gegenspieler umgegrätscht wird. Die in diesem Fall ebenfalls fällige gelbe Karte blieb jedoch aus, obwohl unsere Mannschaft bereits für weniger ganze 5!!! gelbe Karten zu verbuchen hatte.

Nach einer Phase ohne Torchancen sollte nochmal Weber für Torgefahr sorgen. Sein „Schlenzer“ aus 18 Meter traf jedoch nur das Alu. Wenn man nun den bisherigen Saisonverlauf Revue passieren lässt… und wer glaubte nach dem Spiel gegen Mühlberg oder Reinhardsbrunn samt Eigentor in der Nachspielzeit alles Negative erlebt zu haben…der hat die Rechnung ohne Schiedsrichter Graf gemacht. Nach einem Eins gegen Eins-Duell zwischen T.Wehr und K. Holland verteilte Schiedsrichter Graf bereits vor Weihnachten tatkräftig Geschenke und pfiff zum Entsetzen aller TSV’ler Elfmeter für die Gastgeber, welche selbst darüber nur schmunzeln konnten. Stellmacher nahm das Geschenk dankend an und verwandelte trocken zum 1-2 Heimerfolg der „Blau Weißen“.

Erste zieht ins Achtelfinale ein

19. November 2016 at 23:48

luisenthal-tsv

Nach einem spannenden und packenden Pokalfight zieht der TSV erstmals in die Runde der letzten 16-Mannschaften ein. Wehr und Frank drehen die kampfbetonte und bis zum Schluss spannende Partie.

Zunächst stellte sich jedoch die Frage, mit welchem Personal würde der TSV gegen den Favoriten Luisenthaler SV antreten? In jedem Fall mutig: TSV-Trainer Frank Heinemann schickte mit Frank, M. Wehr, Beck und Starke volle Offensivpower aufs Feld. Dahinter fanden sich Rückkehrer Deiseroth und Nessel ein, zudem gab Zorr überraschend sein Startelfdebüt.

So begann der TSV die Partie äußerst druckvoll und hätte nach Chancen von Frank und M.Wehr bereits in der ersten Viertelstunde in Führung gehen können. Nach den ersten 15 wackeligen Spielminuten übernahmen die Gastgeber nun die Spielkontrolle und erhöhten mit vielen Steilpässen die bereits ohnehin sehr temporeiche Begegnung. Strafraumszenen waren jedoch weiterhin Mangelware, beide Mannschaften schenkten sich vor allem im Mittelfeld keinen Zentimeter Raum. Die erste gefährliche Chance des SV sollte direkt zum Torerfolg führen. Nach Steilpass auf Sebastian Seeber steht dieser völlig frei vorm TSV-Gehäuse und schob locker zur Führung ein. Wie bereits in Gotha und Eckardshausen geriet der TSV in Rückstand, drehte beide Partien jedoch in einen Kantersieg. Wie würde heute die Antwort aussehen?
Die Mannschaft benötigte einige Minuten um den Rückstand zu verdauen, ließ aber weiterhin wenig zu und suchte den Torerfolg über schnelle Konter. Nachdem Starke nur per Grätsche gestoppt werden kann läuft M. Wehr zum Freistoß an und netzt das Leder aus etwa 20 Metern flach ins untere Torhütereck ein.(32.) Nur einen Moment später bedient Deiseroth den schnell schaltenden Frank, der von seinem Gegenspieler nur per strafstoßwürdigem Foul gestoppt werden kann. Der fällige Pfiff blieb vom ansonsten sehr souveränen Schiedsrichter Hammer jedoch aus. So konnten sich die Hausherren trotz spielerischer Überlegenheit glücklich schätzen das 1-1 mit in die Pause zu nehmen.

Nach dem Seitenwechsel gab der SV ein enormes Tempo vor, doch nach Ballverlusten arbeiteten sofort alle Fahnerschen nach hinten mit, nach Balleroberung ging es sofort steil und mit Feuer nach vorn. Die Gästeabwehr hatte arge Probleme Frank in den Griff zu bekommen, lediglich die vielen engen und teils fragwürdigen Abseitsentscheidungen verhinderten bis dahin schlimmeres. Ab der 60. Spielminute gewährte unsere Defensive zu viele Räume, die Folge war nahezu eine Belagerung unserer Hintermannschaft am eigenen 16ner, doch offensiv fiel den Hausherren bis dato wenig ein um sich klare Torchancen zu erspielen. Zwar brachte man sich immer wieder in gute Abschlusspositionen, doch landeten gleich reihenweise Fernschüsse neben bzw. über dem Kasten. Taktisch und auch von der Einstellung blieb das auf Seiten unserer Mannschaft enorm stark. Trotz schwindender Kräfte lief und kämpfte jeder für den Anderen. So ließ die Belohnung nicht lang auf sich warten, als M. Wehr nach Balleroberung den startenden Frank per sehenswerten Befreiungsschlag in Szene setzte und dieser nahezu unbedrängt aufs Tor zu läuft und satt aus 15 Metern abschloss (79.). Die Führung nach dem bisherigen Spielverlauf überraschend, jedoch nicht unverdient. In der Folge warf der SV in den Schlussminuten alles nach vorn und scheiterte kurz vor Ende an Wehrs rechtem Fuß und der Oberlatte. Im Gegenzug hätte Beck nach tollem Pass von Weber gar auf 3-1 erhöhen können, doch der ehemalige Borntaler vergab die Vorentscheidung. So wurde es in den letzten Sekunden der Begegnung noch einmal richtig hitzig, ohne dass sich aber am Ergebnis noch etwas ändern sollte.

Aufgrund der Doppelwertung zieht der TSV nicht nur ins Pokal-Achtelfinale ein, sondern holt auch noch 3 ganz wichtige Zähler in der Liga. Mit dem dritten Auswärtssieg in Folge geht der fahnersche Aufwärtstrend weiter, zwar bewegt man sich nach dem Sieg der Gothaer in Siebleben weiterhin „nur“ auf Rang 11, hat nun aber nur noch 3 Zähler Rückstand auf die Top 5. Des Weiteren ist der TSV nun seit 4 Spielen ungeschlagen und erspielt sich somit erstmals in dieser Saison eine kleine Serie. Bereits am kommenden Samstag (15 UHR) soll der nächste Auswärtssieg her, dann beim Tabellenletzten SV Emsetal!

Phänomenaler Auswärtssieg in Gotha

30. Oktober 2016 at 23:53

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Nach 4 sieglosen Spielen meldete sich unsere Mannschaft verstärkt und fulminant zurück. Mit einem deutlichen 9-3 #Auswärtssieg und drei Punkten bei Eintracht Gotha, brachte Trainer Frank Heinemann seine Mannschaft zurück in die Erfolgsspur.

Dabei sorgte vor allem eine durchschnittliche Leistung in der ersten Hälfte für überwiegendes Kopfschütteln auf der Trainerbank. Nach guter Anfangsphase geriet unsere Mannschaft per Strafstoß (6.) früh in Rückstand, drehte aber die Partie nach Frank’s Doppelpack (9./11.) innerhalb weniger Minuten. Die Führung brachte zumindest in der Offensive Sicherheit. So erspielten sich Müller und Co zahlreiche Abschlussmöglichkeiten, welche bis dato jedoch ungenutzt blieben. Defensiv blieb der TSV weiter anfällig und offenbarte Schwächen über die Außenbahnen. Nach dem sich die Gastgeber über die rechte Seite durchspielen, vollendet Schoenfeld die Hereingabe zum 2-2 Ausgleich(29.). Anschließend machten es die Hausherren besser. Hauptgrund dafür ist das aggressive Pressing der Gothaer, die unsere Mannschaft im Spielaufbau nun früh unter Druck setzten. Für die erneute Führung sollte jedoch ein dicker Fauxpass sorgen, als nach Unstimmigkeiten zwischen Keeper und Verteidiger das runde Leder ins eigene Gehäuse buxiert wurde(36.). Nur wenige Minuten später erhöhte Müller nach tollem Solo und Flachschuss ins untere Eck auf 4-2 (43.) und sollte so eigentlich für eine vermeintlich komfortable Halbzeitführung sorgen. Doch erneut sollte eine Unkonzentriertheit unserer Hintermannschaft für den Anschlusstreffer der Gastgeber sorgen. Nach Ballgewinn Weber schalten unsere Jungs zu früh ab, der Ball über halbrechts findet den hereingelaufenen Brückner, der nur noch einschieben braucht(45.).

Nach dem Seitenwechsel standen die Hausherren komplett neben sich, der TSV dagegen machte nun ein klasse Auswärtsspiel. Nach Ballgewinn steckt Fleischmann durch auf Frank, der das Leder aus 25 Metern in den Winkel unterbringt (48.). Nach Foulspiel und fälligem Elfmeter schien der Knoten geplatzt, 6-3 nach 52 Spielminuten. Der TSV defensiv nun viel stabiler, mit viel Ballgewinn und Zug zum Tor. Deiseroth bedient Frank mit einem tollen Steilpass, dieser wartet nicht lang und hämmert das Leder ins Netz (60.). Mit der laufintensiven Spielweise nahm man die Eintracht komplett aus dem Spiel und erzeugte Torchancen im Minutentakt. Müller überbrückt das Mittelfeld mit einem hohen Ball für Frank, dieser erreicht ihn vor seinem Gegenspieler und vollendet seinen Hattrick in nur zwölf Minuten (60.)!!! Das Spiel der Eintracht war längst zu einer Mischung aus Ambition und Verzweiflung geworden. Mit Mann und Maus rannte man unser Gehäuse an, nur um nach Ballverlust mit einem einzigen Ball in die Tiefe ausgeknockt zu werden. Nutznießer blieb weiterhin A.Frank, der auch nach seinem Hattrick für die Gothaer nicht in den Griff zu bekommen war und so das Ergebnis auf 9-3 hochschraubte. Dabei konnten sich die Hausherren gar glücklich schätzen, dass Schneider, Fleischmann und Sonnenberg in den Schlussminuten ihre Torchancen liegen ließen.

Nach den schwierigen Wochen tut dieser Sieg besonders gut und kommt vor dem wichtigen Spiel gegen den FSV Reinhardsbrunn am kommenden Sonntag (14 UHR) genau zur richtigen Zeit. Bis dahin muss an den Fehlern der ersten Hälfte deutlich gearbeitet werden, um das neu erlangte Selbstvertrauen in die nächste Begegnung mitnehmen zu können.

2-3 in Apfelstädt – TSV wacht zu spät auf

24. Oktober 2016 at 0:57

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Was für eine irre Schlussphase. Nach einem 0-3 Rückstand beim Tabellenführer Eintracht Apfelstädt kämpfte sich der TSV eindrucksvoll zurück, blieb aber auch im dritten Spiel in Folge ohne Punktgewinn.

Trainer Frank Heinemann ließ aufgrund von mangelndem Personal ab von der bisher praktizierten Viererkette und reihte sich mit einem 3-2-4-1 in eine sehr tiefe und altbekannte Grundordnung ein. Spielerisch war man den Hausherren klar unterlegen und so rührte unsere Hintermannschaft kräftig Beton an. Währenddessen versuchte der Tabellenführer unsere Reihen mit weiten Seitenwechseln zu überspielen, doch die große Kreativität fehlte bis dato. Für erste Torgefahr sorgte erstmals Springer per Fernschuss, scheiterte jedoch an Wehr’s Fingerspitzen. Daraufhin erhöhte die Eintracht das Tempo und ging nach Doppelpass Springer – Leischner mit 0-1 in Führung. Der Beton bröckelte, und so musste Wehr nach Direktabnahme Hornig, erneut schlimmeres verhindern. Kurz vor der Pause sollten die Gastgeber aber doch noch auf 0.2 erhöhen. Nach langem Ball aus dem Halbfeld landet das Leder über Schneider beim völlig frei stehenden Springer, der nur noch einschieben brauchte. Die Pausenführung der Gäste verdient, für uns in ihrer Entstehung allerdings sehr unglücklich.

Nach dem Seitenwechsel sollte sich zunächst kein anderes Bild abzeichnen. Der TSV bemühte sich keinen weiteren Gegentreffer zu kassieren und kleinere Nadelstiche zu setzen. Während die Eintracht weiterhin das Spiel kontrollierte und nun sogar auf 3 Stürmer umstellte. Das angestrebte Schützenfest sollte  jedoch nicht stattfinden. Unsere Defensive stabilisierte sich wieder, weswegen die Gäste vermehrt über Distanzschüsse versuchten zum Torerfolg zu gelangen. Doch als Schulze nach toller Vorarbeit Leischners in Szene gesetzt wird, kann dieser nahezu unbedrängt zum 0-3 einschieben. Damit schien das Spiel endgültig entschieden, doch nach abgefälschtem Freistoß Andre Franks verkürzte dieser auf 1-3. Der Anschlusstreffer weckte nochmal Hoffnungen, erst recht, als der Ball über Umwege erneut bei A.Frank landete und dieser auf 2-3 verkürzte. Ein sicher geglaubter Sieg fing innerhalb zwei Minuten an zu wackeln. Spätestens jetzt waren alle wachgerüttelt, schließlich sollte noch eine knappe Viertelstunde verbleiben, um mindestens noch einen Punkt aus Apfelstädt zu entführen. Maßgabe: Immer weiter, immer weiter!
Der Eintracht gelang es nun nicht mehr ihre Spielzüge vernünftig zu Ende zu spielen und so hätte Starke nach tollem Konter für ein fahnersches „Happy End“ sorgen können, doch scheiterte dieser unglücklich am Pfosten. So blieb es beim verdienten, aber zugleich auch glücklichen Sieg der Hausherren, die damit ihren Vorsprung auf Wacker Gotha II halten konnten.

TSV wieder daheim – Erster Heimsieg verpasst

26. September 2016 at 16:20

tsv-muehlbergDer TSV hat den zweiten Saisonsieg knapp verpasst. Gegen den FSV Drei Gleichen Mühlberg drehte die Mannschaft das Spiel. Die Jungs präsentierten sich nach einer schwachen ersten Hälfte kaltschnäuzig im Abschluss, schliefen aber nach dem Führungstreffer. So reichte es am Ende nur zu einem Punkt.

Trainer Frank Heinemann wechselte im Vergleich zum 4-3 Erfolg im Kreispokal beim SV Wandersleben personell. Für den angeschlagenen Henniger rückte Fleischmann auf die rechte Bahn, Müller begann für Sonnenberg auf links.

Unsere Mannschaft startete gut und war zunächst die spielbestimmende Mannschaft. So hätte der TSV nach schönen Ballstafetten in der ersten Viertelstunde gar in Führung gehen können, ließ jedoch gute Tormöglichkeiten liegen. Mit zunehmenden Spielverlauf wurden die Gäste nun aktiver und brachte die Fahnerschen mit frühen Pressing in arge Bedrängnis. Die anfängliche Ballsicherheit und das schnelle Kombinationsspiel gingen nun völlig abhanden.

In der Folge konnte unsere Mannschaft zwar hin und wieder für Entlastung sorgen, brachte sich jedoch durch eine völlig unnötige Nervosität immer wieder selbst in Bedrängnis. Mitten in der Mühlberger Drangphase fiel dann der Führungstreffer für die Gäste, der TSV nach eigenem Eckball zu langsam in der Rückwärtsbewegung, nach 50m Sololauf der Pass in die Tiefe unserer Hintermannschaft und Herrmann vollendet trocken.

dsc_0216Erst in der zweiten Hälfte konnten unsere Jungs wieder auf Augenhöhe agieren und gar eine Drangphase erspielen. Nach „Sahneflanke“ von Pennewiss kommt M.Wehr zentral an den Ball und nickte diesen in die Maschen. Angestochen vom Ausgleich erhöhte unsere Mannschaft nochmal das Tempo und spielte sich einige gute Möglichkeiten heraus. Die Gäste verteidigten jedoch tapfer und blieben vor allem über schnelle Konterstöße jederzeit gefährlich. So hätte der FSV nach einer schönen Kombination durch die Mitte gar erneut in Führung gehen können, doch der Mühlberger völlig frei vor Wehr verzog.

Zehn Minuten vor Schluss schöpfte der TSV nochmal Hoffnung, ein langer Ball von Heining landet bei A.Frank, dieser umspielt seinen Gegenspieler in gewohnter Manier und versenkt den Ball im unteren Eck. Nun schien es nach Maß für unsere Hausherren zu laufen, doch direkt im Gegenzug landete ein unglücklicher Klärungsversuch direkt vor den freistehenden Schlupp, der nur noch einschieben braucht. In den letzten Minuten drückten beide Mannschaften nochmal auf den Sieg, am Ende blieb es aber beim gerechten 2:2 Endstand.

Fazit: Nach einer verunsicherten ersten Hälfte kam die Mannschaft eindrucksvoll ins Spiel zurück. Mit dem kurz vor Schluss verspielten Vorsprung zahlt die Mannschaft jedoch weiter Lehrgeld. Rückkehrer Deiseroth brachte es nach dem Schlusspfiff auf den Punkt. „Das Ergebnis fühlt sich an wie eine Niederlage!“ Doch wenn wir die Einstellung und die Bereitschaft der zweiten Hälfte volle 90 Minuten durchziehen, dann holen wir zukünftig unsere Punkte!

TSV dreht den Spieß um

12. September 2016 at 1:19

tsv-wandersleben-2Der TSV hat beim SV Wandersleben 1901 einen verdienten 4-3 Sieg gefeiert. In einem Spiel, in dem es zahlreiche knifflige Szenen gab, geriet der TSV früh in Rückstand. In Hälfte zwei steigerte sich unsere Mannschaft, drehte die Partie um und sorgte so für den Einzug in die nächste Runde.

Der SV Wandersleben ergriff vor eigenem Publikum rasch die Initiative und suchte den Weg nach vorne. Bereits in der 10. Spielminute lief Hoyer der TSV-Verteidigung davon und netzte locker zur frühen Führung ein. Bis dato hatte unsere Mannschaft größte Mühe, sich gegen die aufmerksamen Gastgeber durchzusetzen. Ein großes Problem dabei war die enorme Fehlerquote, zwar waren die Jungs bemüht, allerdings erlaubten sie sich auch viele Unsauberkeiten im Spielaufbau. Zum ersten gefährlichen Abschluss kam Pennewiss nach Ablage von M.Wehr. Der abgefälschte Ball für den Torhüter nicht mehr zu erreichen.

tsv-wanderslebenUnd die Kreisklässler? Die überzeugten durch ihr schnelles Umschalten und verstanden sich darauf, den fahnerschen Rhythmus konsequent zu stören und setzten obendrein über schnelle Konter immer wieder Nadelstiche. Ein Sahnepass auf Hoyer hebelt zum wiederholten Male die gesamte TSV-Hintermannschaft aus und führt so zum erneuten Rückstand. Zum Ende des ersten Durchgangs hätte sich unsere Mannschaft über ein 1-3 oder gar ein 1-4 nicht beklagen können, doch die Hausherren ließen nun zahlreiche Torchancen liegen.

Nach Wiederanpfiff kann der schnelle Henniger nur per Foulspiel gestoppt werden, der folgende Freistoß landet nach Abpraller goldrichtig bei M.Wehr, der aus 20 Metern abzieht und zum erneuten Ausgleich traf. Dieser hatte zur Folge, dass sich das Blatt wendete. Auf einmal strahlte die Mannschaft mehr Selbstvertrauen aus und drängte gegen nun verunsicherte Wanderslebener auf die Führung, die Henniger in der 66. Spielminute erzielte.

Kurz darauf stellte sich nach einem Duell im Strafraum die Strafstoßfrage, Schiedsrichter Elliger entschied nach deutlichem Handspiel und anschließendem Foulspiel gegen Sonneberg auf weiterspielen. Eine Diskussion darüber stellte sich dann aber gar nicht, denn nach langem Abschlag auf A.Frank, tänzelt dieser seinen Gegenspieler aus und erhöhte auf 4-2.

Dies war der entscheidende Nackenschlag für die Gastgeber, die jedoch auch danach nicht zurückstecken und nochmal auf 4-3 verkürzten. In der Nachspielzeit sogar noch die Möglichkeit für den SVW zum Ausgleich, als nach scharfen Freistoß ein Wanderslebener völlig frei zum Kopfball gelangt, jedoch nur die Oberlatte traf. So blieb es jedoch beim nicht unverdienten 4-3 Auswärtserfolg unserer Mannschaft, die damit in die 2.Runde des Kreispokals einzieht und einen weiteren Schritt in die richtige Richtung macht.

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TSV fertigt Wechmar ab

30. August 2016 at 16:45

Unbenannt-1Der TSV hat nach zuvor zwei Niederlagen zurück in die Erfolgsspur gefunden. Bei der Wechmarer Eintracht erkämpfte sich die Heinemann-Elf einen 4-1 Auswärtserfolg und punktete erstmals in der noch jungen Saison. Die Mannschaft präsentierte sich als geschlossene Einheit, in welcher jeder für den Anderen kämpfte. Einen faden Beigeschmack hinterließ hingegen das unsportliche Verhalten der Gastgeber nach Abpfiff.

Denkbar ungünstig standen die Voraussetzungen vor der Partie in Wechmar. Neben den langzeitverletzten musste Trainer Heinemann nun auch noch auf Müller, Fleischmann, Weber, John und Ihring verzichten, weshalb der TSV auf tatkräftige Unterstützung aus der zweiten Mannschaft angewiesen war. Trotz aller Personalsorgen sollten die Punkte unbedingt mit nach Großfahner gehen, helfen sollten dabei auch Sebastian Beck und Marcus Nessel, welche erstmals von Beginn an aufliefen.

Bei Temperaturen um die 30 Grad ging unsere Mannschaft sehr engagiert und diszipliniert ins Spiel. Nach den punktlosen Spielen gegen Ballstädt und Siebleben II war die Mannschaft bemüht die eigene Sicherheit in der Defensive wiederzufinden und überließ den Hausherren zunächst das Spielgeschehen. Der FSV ging offensiv ins Spiel und suchte immer wieder mit langen Bällen den Weg zum Tor. Die erste Viertelstunde neutralisierten sich beide Mannschaften nahezu gegenseitig im Mittelfeld, erst in der 20. Spielminute sollte sich nach schönem Doppelpass die erste Gelegenheit für die Hausherren bieten. Die Hereingabe jedoch zu ungenau, stellte Beck und Ernst vor keine größeren Probleme. Nach einer kurzen Trinkpause wurde der TSV zunehmend mutiger und kam das ein oder andere Mal zu guten Einschussmöglichkeiten. Als die Gastgeber einen Ball im eigenen Strafraum nicht gezielt klären können, nutzte Sonnenberg die Gelegenheit und schob locker zum 1-0 ein. Nur etwa 10 Minuten später Aufregung auf der Gegenseite. Nach wirrem Durcheinander landet der Ball bei Groß, der sehenswert zum 1-1 ausglich. Assistent Knackstädt hob jedoch anschließend die Fahne, Fehlentscheidung. Groß steht zwar im Abseits, jedoch landet der Ball über Nessel direkt im Lauf des Wechmarers und war somit regulär.
Im direkten Gegenzug kann Marcel Wehr nach schönem Solo nur per Foulspiel gestoppt werden. Den fälligen Freistoß aus etwa 20m Entfernung führt der Gefoulte persönlich aus und setzt das Leder ala „Tor der Woche“ in den Winkel.

Nach dem Seitenwechsel stand der TSV wieder etwas tiefer und überließ den Hausherren das Kommando. Ein ungenaues Zuspiel ermöglichte unserer Mannschaft den nächsten Nadelstich, so landete ein langer Ball bei Andre Frank, dieser umspielt gleich zwei seiner Gegenspieler und kann anschließend nur regelwidrig vom Ball getrennt werden. Den fälligen Elfmeter verwandelte A.Frank gewohnt sicher. Während die meisten Mannschaften bei dieser Hitze nun längst den Kopf hätten hängen lassen, ließen sich die Hausherren nicht beirren. Eine „Jetzt erst recht-Stimmung“ machte sich unlängst breit! Nun lief der FSV im Minutentakt das TSV-Gehäuse an und das Bollwerk drohte zu platzen. Mehrfach brachten sich die Gastgeber in gute Abschlussposition, scheiterten jedoch an der eigenen Genauigkeit oder an unserem Keeper. Treu blieb uns gleichzeitig das Glück, als Groß nach langem Abschlag nur den Pfosten traf. Zu diesem Zeitpunkt tat sich der TSV schwer für Befreiung zu sorgen und wusste sich oftmals nur noch mit kleineren Fouls zu helfen. Vor allem unser Mittelfeld wurde nun zunehmend überspielt und brachte Abwehrchef Beck und sein Defensivgebilde ins wackeln. Für die Entscheidung sorgte jedoch erneut schlampiges Defensivverhalten der Gastgeber. Ein langer Ball über Mann und Maus hebelt die komplette FSV-Verteidigung aus und ermöglicht Andre Frank das 4-0. Von diesem Treffer sollte sich der FSV nicht mehr erholen und so machte sich jede Menge Frust bei Zuschauern und Spielern breit. Leidtragender war nun vor allem Sonnenberg, der gleich zweimal überhart umgegrätscht wird und anschließend behandelt werden musste. In der 85. Spielminute gelang der Eintracht doch noch der ersehnte Ehrentreffer, welcher jedoch keine Wirkung mehr hatte. Während die Eintracht nach eigener Aussage die klar bessere Mannschaft war, hatte diese in den Schlussminuten sogar noch Glück, dass Taubert und Keeper Jelonik der zweiten Mannschaft nicht noch auf 5 bzw. 6-1 erhöhten.

Trainer und Mannschaft zeigten sich nach Abpfiff sichtlich erleichtert die ersten Punkte der Saison eingefahren zu haben. „Wir haben die Tore zum richtigen Zeitpunkt erzielt und eine tolle Mannschaftsleistung gezeigt“, so Trainer Heinemann, der sich gleichzeitig von der Unsportlichkeit des Gegners enttäuscht zeigte: „Das Verhalten einiger Sportfreunde während, als auch nach dem Spiel ist nicht zu tolerieren.“ Gemeint waren damit vor allem Reaktionen nach Foulspielen und den verweigerten „Handshake“ vieler Eintracht-Anhänger.
Insgesamt ein deutlicher Auswärtssieg, womit der TSV nun endgültig voll und ganz in der Kreisliga angekommen ist, sehr zur Freude seiner vielen treuen Anhänger.