Martin Müller im Interview

5. Oktober 2016 at 18:25

der-stille-regisseurMartin Müller ist der neue Mittelfeldmotor. Der Neuzugang des Sommers, der normalerweise in der Zentrale beheimatet ist, agierte zuletzt auf der linken Mittelfeldposition. In unserem Interview spricht der 29-jährige über seine ungewohnte Rolle, schätzt die Lage nach dem späten Ausgleich im Heimspiel ein und schaut schon auf das kommende Spiel am Sonntag (15 Uhr) gegen den FSV Wacker 03 Gotha II voraus.

Martin, trotz des späten Ausgleichs der Mühlberger war das eine Leistung, auf der die Mannschaft aufbauen kann? Wie bewertest du die 90 Minuten?

Martin: Auf die zweite Halbzeit können wir definitiv aufbauen. Da haben wir es zeitweise schon sehr ordentlich gespielt. In der ersten Halbzeit müssen wir nach einer sehr guten Anfangsphase eigentlich in Führung gehen, haben aber stattdessen zunehmend den Faden verloren. Alles in allem war das schon in Ordnung. Wenn wir es schaffen unsere individuellen Fehler zu minimieren und etwas mehr Konstanz in unser Spiel zu bringen, dann werden wir in Zukunft auch wieder mehr punkten.

Kannst du beschreiben, wie es zu diesem unglücklichen Ausgleich kam?

Martin: Es ist ja ganz normal das Mannschaften in der Schlussphase nochmal Druck machen, wenn sie zurückliegen. Den Führungstreffer hatten wir ja schon wie den Siegtreffer gefeiert, umso bitterer ist es, wenn du den Ausgleich direkt im Gegenzug kassierst. Bis dato hatten wir alles reingehauen. Wir hatten alles umgesetzt was wir uns für die zweiten 45 Minuten vorgenommen hatten. Bis zum Ausgleich…!

In der Tabelle rangiert der TSV aktuell „nur“ auf Rang 11. Wie schätzt du die Situation und die Chancen nach den bisherigen Resultaten ein?

Martin: Wir wollten natürlich unbedingt gewinnen und hätten mit einem Dreier einen großen Sprung in der Tabelle machen können. Die zweite Halbzeit sollte uns aber für die kommenden Spiele Zuversicht und Selbstvertrauen bringen. In der Mannschaft steckt sehr viel mehr drin, als es die aktuelle Platzierung hergibt. Leider hatten wir in der Vergangenheit auch etwas Verletzungspech. Wenn bei uns alle Spieler fit sind und auch die Langzeitverletzten zurückkehren, wird es für jede Mannschaft schwer werden uns zu schlagen.

Normalerweise befindet sich deine Position im zentralen Mittelfeld. Im letzten Heimspiel stellte dich Trainer Frank Heinemann auf die ungewohnte linke Außenbahn. Wie empfindest du diese ungewohnte Rolle?

Martin: Grundsätzlich spiele ich da wo der Trainer mich aufstellt (lacht) und so ungewohnt ist diese Position für mich ja nicht. Beim FC Gebesee habe ich unter anderem auch auf dieser Position gespielt. Ich nehme die Situation an und stelle mich in den Dienst der Mannschaft.

In der Kreisliga ist der TSV am kommenden Sonntag (15 Uhr) bei Wacker 03 Gotha zu Gast. Wie schätzt du die Chancen unserer Mannschaft ein?

Die Kreisliga Gotha ist für mich ja noch sehr neu, weswegen ich zu den einzelnen Teams wenig sagen kann. Aus der Erfahrung heraus sind die zweiten Mannschaften aber immer wie eine Wundertüte. Man weiß eben nie wer eventuell aus der ersten Mannschaft hinzu stoßen könnte. Technisch wird der Gegner sicherlich auf hohem Niveau spielen, wenn wir aber mit viel Kampf, Leidenschaft und großer taktischer Disziplin in das Spiel gehen, dann sind wir eine schlagkräftige Truppe, die auch die Gothaer Thüringenliga-Reserve schlagen kann. Dazu müssen wir aber alles abrufen!