Optimaler Auftakt – Wehr-Doppelpack bringt Heimsieg über Siebleben II

SpieltagEndlich wieder 3 Punkte im eigenen Wohnzimmer. Mit seinem Doppelpack ebnete Stürmer Marcel Wehr die Weichen für den 3-1 Heimerfolg über die SpVgg. Siebleben II. Heinemann bringt die Doppelsechs zurück und erteilt Christian „Lumpi“ Ernst Sonderauftrag.

Gegen die SpVgg. entscheidet sich Heinemann zunächst für die defensivere Variante und stellte wie schon früher auf die beliebte Doppelsechs um. So durfte Deiseroth neben Kapitän Weber wieder im defensiven Mittelfeld beginnen.
Dabei präsentierte sich der TSV erstaunlich offensiv, verlagerte das Geschehen sofort in die gegnerische Hälfte und erspielte sich in der Anfangsphase gute Möglichkeiten. Zunächst hat Fleischmann rechts außen viel Platz, wird angespielt und will M.Wehr zentral bedienen. Der Abschluss jedoch zu schwach um für ernsthafte Torgefahr zu sorgen. Anschließend ist es Martin Müller, der auf links bis zur Grundlinie durch dringt, flach auf M.Wehr ablegt. Der ehemalige Borntaler hat jedoch sofort 2 Bewacher im Rücken und wird abgedrängt.

Die Gäste derweil beschäftigt dem Offensivdrang stand zu halten und nur über eigene Standards gefährlich. Nach etwas mehr als einer halben Stunde sollte sich die mutige Darbietung unseres Teams endlich auszahlen. Erneut bricht Fleischmann über rechts Außen durch, bedient den völlig frei stehenden Müller, welcher den Ball gekonnt im Tor unter bringt (34.). Nach dem Rückstand versuchten die Gäste etwas offensiver zu agieren und öffneten somit Räume für schnelle Konter. Nach Balleroberung im eigenen 16ner schaltet Schneider schnell um und bedient Frank mit einem langen Ball in die Spitze. Dieser lässt mehrere Gegenspieler hinter sich und donnert das Leder flach ins linke Eck. Der Gästekeeper macht sich jedoch reaktionsschnell lang und pariert.

Kurz vor Pausenpfiff stand erneut Gästekeeper Pfeifer im Mittelpunkt. Nach Foulspiel Müller nutzte der Schlussmann die Aktion für Verbalattacken und Handgreiflichkeiten, die fällige rote Karte blieb jedoch aus.
Nach dem Seitenwechsel die erste brenzlige Situation für unsere Hintermannschaft. Über Umwege landet der Ball beim völlig frei stehenden Gegner, der jedoch deutlich verzieht. Pennewiss hatte seine Hintermänner bis dato gut eingestellt und eine echte Wand installiert. Zum psychologisch wichtigen Zeitpunkt, kurz nach dem Schreck, dann die One-Man-Show. Der 29-jährige M.Wehr lässt mehrere Abwehrspieler stehen und zieht hart aus 15 Metern ab und erhöht auf 2-0. Die SpVgg. zeigte sich unbeeindruckt. Zunächst wurde es nach einer Ecke eng, anschließend sieht unsere gesamte Hintermannschaft nach Freistoß alles andere als gut aus. Nach einem langen Ball kommt der bisher abgemeldete Trenks völlig frei zum Kopfball und auch unsere herausspringende Nummer 1 kommt zu spät.

Durchatmen…gesagt, getan und so sollte die „One-Man-Show“ ihre Fortsetzung finden. Einen Freistoß aus dem Halbfeld legt sich M.Wehr zurecht, wird jedoch vom anrückenden Pennewiss weggeschickt. Dieser zirkelt den Ball scharf auf den langen Pfosten und findet den durchgestarteten M.Wehr, der per Lupfer auf 3-1 erhöht und Gästekeeper Pfeifer erneut überrumpelt (71.).
In den letzten 20 Minuten lauerte der TSV auf Konter, die vielen langen Bälle waren für Frank und Co jedoch selten zu erreichen. Für Aufregung sorgte in der Schlussviertelstunde Schiedsrichter Keller, welcher zunächst gleich 2 Handspiele übersah und dann auch noch nach Foulspiel auf den Elfmeterpunkt zeigt. Der gefoulte Trenks (bisher 20 Ligatore) nahm sich den Ball, scheiterte jedoch an Keeper Wehr und sich selbst, hatte er sich dochüber die gesamte Spielzeit an Christian „Lumpi“ Ernst die Zähne ausgebissen.

Damit war der Gegner auch mental besiegt. In den Schlussminuten brachte Trainer Heinemann Starke und Sonnenberg, die helfen sollten hinten dicht zu machen. Oft wurden wir nun tief in der eigenen Hälfte gebunden, dieses Mittel sollte aber nicht mehr von Erfolgserlebnissen geprägt werden. Ein Sieg der nicht nur dem Punktekonto, sondern auch der Moral gut tun wird!

Aufstellung: T.Wehr – Pennewiss – Schneider – Heining – Ernst – Müller – Weber – Deiseroth – Fleischmann (Sonenberg 70.) – M.Wehr (Starke 85.) – A.Frank

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