Spielbericht: Arbeitssieg bei Eintracht Gotha

Spielbericht-Eintracht-GTH-

Aufstellung

Wehr, Schneider, Heining, Pennewiss, Fleischmann, Sonneberg, Tuchtenhagen, Weber, Hankel, Starke, Frank,

Reservebank

Bauer, Heinemann

Torschützen

Frank (24. 72. 75.)


Ohne Vier – Einen hart umkämpften 3-1 Erfolg landete man am Sonntag bei der zweiten Mannschaft der Gothaer Eintracht. Ohne die fehlenden S. und K. Ihring, sowie den beiden verletzten K.John und M. Henniger, musste Trainer Frank Heinemann gleich auf 4 Stammkräfte verzichten und trat die Fahrt nach Gotha mit nur 12 Akteuren an.

Von Beginn an entwickelte sich ein flottes Spiel und der TSV hätte bereits nach nur wenigen Sekunden in Führung gehen können. Doch Heinings tolle Flanke aus dem Halbfeld kann der völlig freistehende Weber nicht erfolgreich vollenden. Wenige Minuten später war es Hankel, der mit einem strammen Distanzschuss nur wenige Zentimeter das Tor verfehlte.
Man merkte der dünn besetzen Elf an, dass sie unter allen Umständen, die 3 Punkte mit nach Hause nehmen wollte. Lautstärke sowie Unterstützung auf und neben dem Platz hätten kaum besser sein können und so erspielte sich unsere Mannschaft weiterhin Chance um Chance. In den folgenden 30 Minuten spielte das Team herausragenden Fussball, zeigte wunderschöne und lang vermissende Spielzüge, welche allerdings immer wieder nicht vom verdienten Erfolg gekrönt wurden. Zunächst entschied sich Starke frei vorm Tor stehend für den Querpass auf Frank, dessen Direktabnahme landete allerdings weit über dem Kasten. In der nächsten Aktion war es erneut Starke der allein auf das Tor zu lief, die 1 gegen 1 Situation gegen den Torhüter jedoch nicht für sich entscheiden konnte.
Das Spiel zeigte ungeahnte Parallelen zur vergangenen Saison, auch damals machte der TSV das Spiel, nutzte seine vielen Möglichkeiten nicht und unterlag schlussendlich mit 0-1. Damals wie heute waren die Gastgeber nicht an der Spielgestaltung beteiligt und mit der eigenen Defensivarbeit beschäftigt.
IrmeIn der 24. Minute sollte unser intensives Spiel endlich zum verdienten Erfolg führen. Nach einem scharf herein geschlagenen Eckstoß von A. Frank misslingt dem Gothaer Torhüter eine Faustabwehr und der Ball landete im eigenen Gehäuse, 1-0.
Damit sollte der Knoten geplatzt sein, schließlich fand der Gastgeber bisher überhaupt nicht statt, doch weit gefehlt. Wie bereits in der vergangenen Partie gegen den SV Günthersleben brachte der Führungstreffer nicht die erhoffte Stabilität und Sicherheit, sondern sorgte viel mehr dafür das die Partie nun völlig kippte. Im Spielaufbau gelang uns nun gar nichts mehr. Während in den ersten 30 Minuten 20 Meter Pässe genauestens auf dem Fuße des Mitspielers landeten, kamen nun keine 2m Pässe mehr an. Diese vielen unnötigen und leichtfertige Ballverluste brachten unsere Defensive in arge Probleme. Immer wieder tauchten die Gastgeber so mit großer Überzahl vor unserem Gehäuse auf, scheiterten bis dahin aber an unserer letzten Abwehrlinie.
Der von Beginn an eingesetzte Regen machte es uns nicht leichter und das Spielfeld zunehmend schneller. Bälle in den direkten Laufweg oder in die Tiefe waren somit kaum noch zu erlaufen. Die letzten 10 Minuten der ersten Hälfte bettelte der TSV regelrecht um den Ausgleich und leistete vor allem im Mittelfeld nur noch „Begleitschutz“. Zunächst fasste sich ein Gothaer ein Herz und spazierte regelrecht in unseren Strafraum hinein, wo er gleich doppelt in einer 1 gegen 1 Situation an unserem Torhüter scheiterte. Nur 2 Minuten später war es erneut Wehr, der nach einem Vollspannschuss mit seiner reaktionsschnellen Parade schlimmeres verhinderte.
Noch vor dem Pausenpfiff kam es aber wie es kommen musste. Erneut ein unnötiger Ballverlust, gefolgt von einem unnötigen Foul sorgen für einen Freistoß. Der Ball wird hoch in den Strafraum geschlagen, per Kopf verlängert und schlägt unten links ein. Obwohl man zuvor mit 2 oder 3-0 hätte in Führung gehen müssen, war der Ausgleich inzwischen nicht mehr unverdient.

Zur Pause waren Trainer wie Mannschaft entsprechend bedient. Wie konnte man sich, nach dem man das Spiel klar dominierte, so die Butter vom Brot nehmen lassen? Trainer Heinemann appellierte an die Einstellung der Spieler, denn so würde es wirklich nicht weiter gehen können. Andernfalls müsste man die Heimfahrt heute wohl ohne Punkte antreten.

In der Kabine hatte sich die Mannschaft einiges vorgenommen und wollte nach dem Seitenwechsel vieles besser machen. Defensiv stand man nun wesentlich kompakter und nahm endlich wieder die Zweikämpfe an. Auch Torchancen konnte man sich nun wieder erspielen. Besonders die Flügel boten nun viele Räume und Platz für schöne Kombinationen, die Hereingaben sorgten bis dahin aber nur für wenig Torgefahr.
Der Gastgeber war zu diesem Zeitpunkt lediglich durch viele Freistoßsituationen gefährlich, konnte aber kein zählbares Kapital aus diesenfreistoß Möglichkeiten herausschlagen. Unsere Mannschaft wurde nun wieder aktiver und mit zunehmenden Spielverlauf kehrte auch das nötige Selbstvertrauen zurück. Einen schönen Pass über 35 Meter vollendete A. Frank sehenswert zur erneuten Führung, die nun auch endlich die erhoffte Sicherheit brachte. Nun wollte man nichts mehr anbrennen lassen und unter keinen Umständen die Führung wieder aus der Hand geben. Nur 5 Minuten später nahezu die gleiche Situation und das verdiente 3-1. Nach dem Treffer tat sich der Gastgeber schwer und haderte mit sich selbst. In Folge dessen gab es nun viele robuste und unnötige Foulspiele die Schiedsrichter Bachmann nun öfter mit Gelb ahnden musste. Positiv festzuhalten ist wohl auch, dass er mit seiner Art jegliche Unruhe auf dem Platz im Keim erstickte und die Partie über die vollen 90 Minuten sehr souverän leitete.
Die letzte Viertelstunde hatte der TSV nochmal einige hochkarätige Chancen. Einen Freistoß von P. Sonnenberg, sowie einen Vollspannschuss von D. Hankel parierte der Eintracht-Schlussmann allerdings klasse und machte seinen Fehler vom 0-1 schon längst wieder gut. Die einzige hochkarätige Chance für die Gastgeber in der zweiten Hälfte, sollte es in der letzten Spielminute geben. Nach schönem Pass in die Tiefe und der darauf folgenden Hereingabe in die Mitte, verstolpern gleich Zwei Gothaer den Abschluss, ehe O. Heining sich dem 3. Schussversuch in die Bahn wirft und somit den 3-1 Sieg perfekt machte.
Fazit: Aufgrund der ersten 30 Minuten, sowie der letzten 30 Minuten der zweiten Hälfte kann man wohl von einem verdienten Arbeitssieg sprechen. Die letzten 15 Minuten der ersten Halbzeit hätten so natürlich nie passieren dürfen, wenn wir daraus aber die logischen Schlüsse ziehen, erfüllt auch diese schwere Phase ihren Zweck und kann uns zukünftig weiter nach vorne bringen.
Wo wir letztendlich stehen ist derzeit noch schwer zu sagen und werden wohl die nächsten beiden Partien am kommenden Wochenende gegen Wangenheim und Lok Gotha zeigen. Um gegen beide Mannschaften bestehen zu können, müssen wir uns nochmal steigern und dürfen nicht annähernd so viele Chancen gegen uns zulassen. Bis dahin bleiben aber erst mal 6 Punkte und ein gelungener Saisonstart festzuhalten, Glückwunsch Männer !

Trio

P.S. Sven war während des Spiels so frei jede Menge Bilder zu knipsen,  diese findet ihr hier (Klick Mich) .

Vielen Dank für die Schnappschüsse 🙂