TSV fertigt Wechmar ab

Unbenannt-1Der TSV hat nach zuvor zwei Niederlagen zurück in die Erfolgsspur gefunden. Bei der Wechmarer Eintracht erkämpfte sich die Heinemann-Elf einen 4-1 Auswärtserfolg und punktete erstmals in der noch jungen Saison. Die Mannschaft präsentierte sich als geschlossene Einheit, in welcher jeder für den Anderen kämpfte. Einen faden Beigeschmack hinterließ hingegen das unsportliche Verhalten der Gastgeber nach Abpfiff.

Denkbar ungünstig standen die Voraussetzungen vor der Partie in Wechmar. Neben den langzeitverletzten musste Trainer Heinemann nun auch noch auf Müller, Fleischmann, Weber, John und Ihring verzichten, weshalb der TSV auf tatkräftige Unterstützung aus der zweiten Mannschaft angewiesen war. Trotz aller Personalsorgen sollten die Punkte unbedingt mit nach Großfahner gehen, helfen sollten dabei auch Sebastian Beck und Marcus Nessel, welche erstmals von Beginn an aufliefen.

Bei Temperaturen um die 30 Grad ging unsere Mannschaft sehr engagiert und diszipliniert ins Spiel. Nach den punktlosen Spielen gegen Ballstädt und Siebleben II war die Mannschaft bemüht die eigene Sicherheit in der Defensive wiederzufinden und überließ den Hausherren zunächst das Spielgeschehen. Der FSV ging offensiv ins Spiel und suchte immer wieder mit langen Bällen den Weg zum Tor. Die erste Viertelstunde neutralisierten sich beide Mannschaften nahezu gegenseitig im Mittelfeld, erst in der 20. Spielminute sollte sich nach schönem Doppelpass die erste Gelegenheit für die Hausherren bieten. Die Hereingabe jedoch zu ungenau, stellte Beck und Ernst vor keine größeren Probleme. Nach einer kurzen Trinkpause wurde der TSV zunehmend mutiger und kam das ein oder andere Mal zu guten Einschussmöglichkeiten. Als die Gastgeber einen Ball im eigenen Strafraum nicht gezielt klären können, nutzte Sonnenberg die Gelegenheit und schob locker zum 1-0 ein. Nur etwa 10 Minuten später Aufregung auf der Gegenseite. Nach wirrem Durcheinander landet der Ball bei Groß, der sehenswert zum 1-1 ausglich. Assistent Knackstädt hob jedoch anschließend die Fahne, Fehlentscheidung. Groß steht zwar im Abseits, jedoch landet der Ball über Nessel direkt im Lauf des Wechmarers und war somit regulär.
Im direkten Gegenzug kann Marcel Wehr nach schönem Solo nur per Foulspiel gestoppt werden. Den fälligen Freistoß aus etwa 20m Entfernung führt der Gefoulte persönlich aus und setzt das Leder ala „Tor der Woche“ in den Winkel.

Nach dem Seitenwechsel stand der TSV wieder etwas tiefer und überließ den Hausherren das Kommando. Ein ungenaues Zuspiel ermöglichte unserer Mannschaft den nächsten Nadelstich, so landete ein langer Ball bei Andre Frank, dieser umspielt gleich zwei seiner Gegenspieler und kann anschließend nur regelwidrig vom Ball getrennt werden. Den fälligen Elfmeter verwandelte A.Frank gewohnt sicher. Während die meisten Mannschaften bei dieser Hitze nun längst den Kopf hätten hängen lassen, ließen sich die Hausherren nicht beirren. Eine „Jetzt erst recht-Stimmung“ machte sich unlängst breit! Nun lief der FSV im Minutentakt das TSV-Gehäuse an und das Bollwerk drohte zu platzen. Mehrfach brachten sich die Gastgeber in gute Abschlussposition, scheiterten jedoch an der eigenen Genauigkeit oder an unserem Keeper. Treu blieb uns gleichzeitig das Glück, als Groß nach langem Abschlag nur den Pfosten traf. Zu diesem Zeitpunkt tat sich der TSV schwer für Befreiung zu sorgen und wusste sich oftmals nur noch mit kleineren Fouls zu helfen. Vor allem unser Mittelfeld wurde nun zunehmend überspielt und brachte Abwehrchef Beck und sein Defensivgebilde ins wackeln. Für die Entscheidung sorgte jedoch erneut schlampiges Defensivverhalten der Gastgeber. Ein langer Ball über Mann und Maus hebelt die komplette FSV-Verteidigung aus und ermöglicht Andre Frank das 4-0. Von diesem Treffer sollte sich der FSV nicht mehr erholen und so machte sich jede Menge Frust bei Zuschauern und Spielern breit. Leidtragender war nun vor allem Sonnenberg, der gleich zweimal überhart umgegrätscht wird und anschließend behandelt werden musste. In der 85. Spielminute gelang der Eintracht doch noch der ersehnte Ehrentreffer, welcher jedoch keine Wirkung mehr hatte. Während die Eintracht nach eigener Aussage die klar bessere Mannschaft war, hatte diese in den Schlussminuten sogar noch Glück, dass Taubert und Keeper Jelonik der zweiten Mannschaft nicht noch auf 5 bzw. 6-1 erhöhten.

Trainer und Mannschaft zeigten sich nach Abpfiff sichtlich erleichtert die ersten Punkte der Saison eingefahren zu haben. „Wir haben die Tore zum richtigen Zeitpunkt erzielt und eine tolle Mannschaftsleistung gezeigt“, so Trainer Heinemann, der sich gleichzeitig von der Unsportlichkeit des Gegners enttäuscht zeigte: „Das Verhalten einiger Sportfreunde während, als auch nach dem Spiel ist nicht zu tolerieren.“ Gemeint waren damit vor allem Reaktionen nach Foulspielen und den verweigerten „Handshake“ vieler Eintracht-Anhänger.
Insgesamt ein deutlicher Auswärtssieg, womit der TSV nun endgültig voll und ganz in der Kreisliga angekommen ist, sehr zur Freude seiner vielen treuen Anhänger.